Daten sind das Öl unserer Zeit

Öl ist seit Mitte der 50er Jahre das Lebenselixier der Industrienationen, hält es doch mit zunehmender Globalisierung den Puls der Mobilität zur Beförderung von Gütern und Personen in der ganzen Welt im Takt, bietet den chemischen Grundstoff für unzählige Produkte, liefert Energie und beheizt unsere Häuser.

Daten sind das Öl unserer Zeit
Daten sind das Öl unserer Zeit

In den letzten Jahren ist allerdings ein anderer Rohstoff immer mehr ins Rampenlicht getreten, welcher auch die Top-Positionen der Unternehmen an den Börsen kräftig durcheinandergewürfelt hat. Dieser Rohstoff nennt sich Information, der in Form von Daten gesammelt, gespeichert, gehandelt und aus- bzw. wiederverwertet wird.

Mit der zunehmender Verbreitung von Social Network Services (SNSs), des Internets der Dinge (IoT), aber auch immer höheren Kameraauflösungen, steigt die generierte Datenmenge zunehmend dramatisch, was andererseits aber auch die Produktivität erhöhen und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen kann.

Künstliche Intelligenz: Viel hilft viel

Vor allem die Künstliche Intelligenz (KI/AI) wird mit Deep Learning als die Schlüsseltechnologie unserer Ära angesehen. Durch die Erstellung von neuronalen Netzwerken werden dabei definierte Daten-Quellen analysiert und optimale Antworten vorhergesagt. Für jede Anfrage wird ein Algorithmus erstellt, der ein Ergebnis aufgrund der vorhandenen Daten errechnet. Werden dem gleichen Algorithmus weitere Daten zur Verfügung gestellt, kann Ergebnis variieren. Die Genauigkeit der Analyse wird dadurch bestimmt, wie viele Daten der KI zur Auswertung zur Verfügung gestellt werden.

Das besondere dieses Rohstoffs ist vor allem, dass Daten immer wieder verwendet werden können und nicht verbraucht werden. Ganz im Gegenteil wird der Datenberg immer wertvoller, je größer er wird und so kommt zu der Pflicht zur Archivierung bestimmter Daten auch noch die Kür hinzu zu entscheiden, welche Informationen sich in der Zukunft als wertvoll erweisen könnten. Eine der größten Herausforderung dabei ist, die zunehmend großen Mengen von Informationen in einer Art und Weise zu speichern, die kosteneffektiv und vor allem zukunftstauglich ist.

Datenexplosion

Durch die Verbreitung neuerer Technologien, wie zum Beispiel des IoT, wird erwartet, dass das Datenwachstum die weltweit verfügbare Speicherkapazität in naher Zukunft sprengt. Dies birgt wiederum die Gefahr, dass zukünftig wertvolle Daten ausrangiert werden müssen und damit verloren gehen. Viele diese Daten haben eine extrem niedrige Zugriffsfrequenz und werden daher auch Cold Data genannt. Die dramatische wachsende Nachfrage nach Datenspeicherung kombiniert mit der Beschaffenheit dieser Daten, macht eine Änderung der Art und Weise erforderlich, wie wir diese Informationen fortan speichern.

Da viele dieser Informationen kontinuierlich anfallen und ihre spätere Nutzung oftmals ungewiss ist, macht es je nach Datenvolumen wenig Sinn, hierfür teure Festplatten zu verwenden. Zwar ist eine einzelne Festplatte preisgünstig, jedoch steckt sie in der Regel in einem nicht mehr so günstigen Speichersystem mit entsprechenden RAID oder Storage Controllern, verbraucht permanent Strom, erzeugt Hitze und muss auf lange Sicht regelmäßig migriert und erweitert werden, da der Datenstrom ja nicht abreißt.

Gerade in diesen Anwendungsbereichen sind in den letzten Jahren vermehrt optische Speichersysteme in den Fokus der IT-Verantwortlichen geraten, empfehlen sie sich doch optimal durch ihre Kapazität, Langlebigkeit und geringen Energieverbrauch für genau diesen Zweck. Optische Datenträger sind in professionellen Anwendungen, wie in der Medizin, Universitäten, Bibliotheken und in der Archivierung nach wie vor populär und selbst Facebook archiviert mehrere Petabyte in optischen Libraries. Alleine in den letzten 3 Jahre brachte INCOM über 25 Petabyte optischen Archivspeicher in den europäischen Markt.

Die japanische Mitsubishi Chemical, zu der auch Verbatim gehört, entwickelt für diese Anwendungen spezielle Achival Grade Blu-ray Medien, die mit speziellen Materialien gefertigt und hohen Standards in der Qualitätskontrolle Lebensdauern von über 100 Jahren garantieren. Dies ermöglicht die Intervalle der Datenmigration, von zurzeit alle drei bis fünf Jahren bei herkömmlichen Festplatten, erheblich zu erweitern.

Für die Libraries in Magazinen gelagert, können diese Speichermedien auch dem System entnommen werden, so dass kostengünstige Kopien der Daten erstellt und in den Cartridges geschützt zu ihrem Bestimmungsort transportiert werden können. Die Medien entsprechen dem ISO Standard und werden in den Recordern, die auch permanent die Qualität des Schreibvorgangs überprüfen, im Universal Disc Format (UDF) geschrieben, so dass die Medien in jedem Standard Blu-ray Laufwerk gelesen werden können.

Ökologisch, kostenbewusst und sicher 

Auch unter Kostengesichtspunkten ist ein optisches Langzeitarchivsystem die ideale Methode zur langfristigen Datenspeicherung, welches die Kosten der Datenmigration und die Stromverbrauchskosten im Vergleich zu RAID (Festplatte) und Band drastisch reduziert. Ob als Single-Medium, Offline Archiv über ein Epson Discproducer oder Rimage BD-Produktionssystem, Online in einer StorEasy WormAppliance oder Nearline in einer HIT-Library, bieten Blu-rays den zu speichernden Informationen ein sicheres Zuhause, denn auch Hackerangriffe oder Malware können den Daten hierauf nichts anhaben.

Wir leben in einer Zeit, in der Daten mit die wertvollsten Dinge sind, die wir schaffen und in deren Bewahrung wir einen signifikanten Einfluss auf die Art und Weise haben werden, wie unsere Gesellschaft lernen und sich entwickeln wird. Wir sind der festen Überzeugung, dass Optische Medien dabei eine eindeutige Rolle zu spielen werden, da sie eine sehr zuverlässige und effiziente Methode der langfristigen Datenspeicherung bieten, von der wir nur profitieren können.

Quelle: Data- The oil of our time, Hideharu Takeshima, Verbatim